
PROJEKTDATEN
Projektkennung
P121
Laufzeit
01.02.2008-31.05.2010
Förderer
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB)
Förderungszeitraum
01.02.2008-31.05.2010
Projektleitung
Prof. Dr. Peter Floerecke
Ganztagsschule und Quartiersmanagement
Projektbeschreibung
Das geplante Forschungsprojekt hat pädagogische Angebote und Kooperationsformen von Ganztagsschule und Quartiersmanagement in Stadteilen mit Segregationstendenzen zum Gegenstand – mit dem zentralen Forschungsziel, ausgehend von vorfindlichen konkreten Projekten der außerschulischen Kooperation empirisch begründete Aussagen über die Gelingensbedingungen eines solchen Arbeitsverbundes treffen zu können. Bildungspolitisch ist damit die Frage aufgeworfen, wie die Situation der von Segregation betroffenen oder durch sie gefährdeten Kinder und Jugendliche verbessert werden kann – etwa im Sinne einer stärkeren Bildungsbeteiligung und der Vermeidung von (weiteren) Segregationsprozessen.
Die zentrale Fragestellung der Untersuchung lautet: Wie können bezogen auf die spezifischen Probleme von Schülerinnen und Schülern der Ganztagsschulen in benachteiligten Stadtteilen im Arbeitsverbund mit dem Quartiersmanagement geeignete pädagogische und sozialraumorientierte Angebote installiert werden? Wie sehen die verallgemeinerbaren Gelingensbedingungen für solche Kooperationsverbünde und für eine erfolgversprechende sozialraumorientierte Strategie aus?
Die Untersuchung ist vorwiegend qualitativ ausgerichtet (außer einer sekundärstatistischen Auswertung zur Sozialraumanalyse der Stadtteile als Schulumfeld). Es werden insgesamt 8 Ganztagsschulen bzw. Kooperationsverbünde von Ganztagsschule und Quartiersmanagement untersucht (davon zwei in Berlin und sechs in Nordrhein-Westfalen). Diese 8 Einzelfallstudien liefern zugleich, indem sie auch Alternativen und Kontraste darstellen, ein über den Einzelfall hinausgehendes Gesamtbild einer solchen Praxis. Dabei steht die empirische Analyse dieser Kooperationspraxis und der dabei zum Zuge kommenden pädagogischen und sozialraumorientierten Angebote im Vordergrund (das bedeutet auch, dass die Untersuchung ausdrücklich keine Evaluationsforschung sein will).
Die empirische Bestandsaufnahme kann Aufschluss darüber geben, wie integrierte Handlungskonzepte (mit entsprechenden Interventions- und Präventionsmaßnahmen in einzelnen Problemfeldern) zustande kommen können. Wie sich Kooperationsbeziehungen zwischen Schule und Akteuren in den untersuchten Stadtteilen erfolgreich entwickeln können, kann wichtige Hinweise für die Kooperationsoptimierung geben. Generell sind verwertbare Einsichten zu erwarten, wie ein funktionsfähiger Verbund aus Ganztagsschule und Quartiersmanagement in benachteiligten Stadteilen und schwierigen Schulumfeldern aussehen muss.
Die Studie liefert also empirisch fundierte Handlungsempfehlungen für eine gelingende Praxis und damit auch Einsichten und Impulse zur Weiterentwicklung, die sowohl für die Schulen selbst wie für die Gestaltung solcher Verbünde von Belang sind.