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PROJEKTDATEN

Projektkennung

DFGSM2

Projektkoordination

StR' Birgit Eickelmann

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Renate Schulz-Zander

Nachhaltigkeit innovativer Unterrichtspraxis unter Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien - Folgeuntersuchung zur deutschen SITESM2

Projektbeschreibung

Beschreibung der Studie

Nach einem Zeitraum von fünf Jahren wird eine Nachuntersuchung der SITES M2 (zweites Modul der IEA-Studie “Second Information Technology in Education Study”, 1999 bis 2002) durchgeführt. SITES-M2 mit weltweit 174 Fallstudien wurde in Deutschland in der Verantwortung von Prof. Dr. Renate Schulz-Zander durchgeführt. Im Zentrum stand seinerzeit die Frage, welche Veränderungen in Schulen und im Unterricht durch den Einsatz von IKT tatsächlich bewirkt werden können. Im Einzelnen wurde untersucht, wie sich die Unterrichtspraxis mit digitalen Medien gestaltet, welche Wirkungen auf Curricula und Lehr-Lern-Prozesse beobachtbar sind, welche schulorganisatorischen und nationalen bildungspolitischen Maßnahmen zum Erfolg des Einsatzes der so digitalen Medien beitragen.

In dieser Studie sollen die Schulentwicklungsprozesse der ausgewählten Schulen in Bezug auf die Integration digitaler Medien und die Nachhaltigkeit der pädagogischen Innovationen untersucht werden. Im Zentrum steht die Beschreibung und Analyse von Schulentwicklungsprozessen im Kontext der unterrichtsbezogenen Arbeit mit IKT.

Zentral für den Erfolg schulischer Innovationsprozesse ist die Frage nach der Nachhaltigkeit einer neuen Praxis. Unter welchen Bedingungen die angestoßenen pädagogischen Innovationen mit digitalen Medien ihre Potenziale entfalten können ist bisher nicht untersucht. Daher ist eine Begleitung und Analyse der Innovationsprozesse über einen mehrjährigen Zeitraum erforderlich.

Kontext der Studie

Trotz intensiver finanzieller und konzeptioneller Bemühungen ist der regelmäßige Einsatz von digitalen Medien im Schulunterricht in Deutschland wenig verbreitet. PISA 2003 weist darauf hin, dass die Vertrautheit der Schülerinnen und Schüler mit dem Computer trotz des hohen Interesses nur durchschnittlich ist. In Bezug auf die Einschätzung ihrer computerbezogenen Kenntnisse und Kompetenzen liegen sie auf internationalem Durchschnittsniveau, deutliche Rückstände zeigen sich aber im Vergleich zu skandinavischen und englischsprachigen Ländern. Einer der Gründe dafür ist, dass Deutschland zu den Ländern gehört, in denen die schulische Computernutzung nur wenig Verbreitung gefunden hat. Dies wirkt sich insbesondere auf diejenigen Schülerinnen und Schülern aus, die ihre computerbezogenen Kompetenzen - aufgrund nicht vorhandener Alternativen (z. B. aufgrund des ökonomischen Status der Familie)- in der Schule erwerben müssen.

Methodisches Design

An der Nachfolgestudie nehmen die in SITES-M2 untersuchten Schulen teil. Der Forschung liegt ein methodisches Design zu Grunde, das in Anknüpfung an die Erhebung im Rahmen von SITES-M2 Querschnitts- und Längsschnittuntersuchungen vorsieht und diese durch den Einsatz neuer Erhebungsinstrumente ergänzt. Dies erfolgt in einer Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden:

In jeder Schule werden mindestens vier leitfadengestützte Interviews durchgeführt:

  • 1. mit den Schulleiterinnen und Schulleitern
  • 2. mit den Computerkoordinatoren der Schulen
  • 3. mit den an der Projektdurchführung des in SITES M2 (2000 bzw. 2001) beobachteten Unterrichts beteiligten Lehrpersonen
  • 4. mit zwei bis vier weiteren Lehrpersonen verschiedener Fächer und Jahrgangsstufen

Zusätzlich kommen Fragebögen zum Einsatz. Diese richten sich:

  • 1. an alle Lehrpersonen der Schule
  • 2. an die Schülerinnen und Schüler des jeweils letzten Jahrgangs der Schule

Die Computerkoordinatoren und die Schulleitungen werden ebenfalls gebeten ergänzend zu den Interviews einen Fragebogen auszufüllen.

Zusätzlich werden die Schulen gebeten Schulprogramme, Medienkonzepte, IT-bezogenen Curricula und mögliche weitere Materialien zur Verfügung zu stellen.