Schulleitungshandeln (Handlungskonzepte, -varianten und -repertoires von Schulleitungspersonal vor der Herausforderung durch neue und wachsende Aufgaben)
Projektbeschreibung
In diesem Forschungsprojekt ging es darum, wesentliche Faktoren des
Schulleitungshandelns für einen pädagogisch sinnvollen Umgang mit den
neuen Anforderungen an Schule herauszuarbeiten; Basis dafür war das
Auffüllen der diesbezüglichen Empirie- und Interpretationslücke. Im
Mittelpunkt der Forschung stand die Untersuchung zentraler Dimensionen
des Führungshandelns sowie des darauf bezogenen Handelns von
Lehrerinnen und Lehrern.
Untersucht wurden 30 Schulen in Nordrhein-Westfalen und dem
schweizerischen Kanton Basel-Land. Die Datenerhebungen erfolgte in Form
einer standardisierten schriftlichen Befragung und in Form von
leitfadengestützten Interviews. Befragt wurden Schulleiter/innen,
komplette Lehrerkollegien sowie jeweils Stichproben von Schüler/innen
und Eltern.
Wesentliche Ergebnisse des Forschungsprojekts liegen in Form einer
Monographie vor. Der Bericht beschreibt den Wandel im Verständnis von
Schulleitungstätigkeit und gibt einen Überblick über den ausländischen
und den deutschsprachigen Forschungsstand zur Schulleitung. Die
Ergebnisse beleuchten das Verhältnis von Schulleitung und
Unterrichtsentwicklung, Möglichkeiten zur Förderung der
Unterrichtsqualität und versuchen auf empirischen Wege die Frage zu
beantworten, ob Schulleiter direkten oder indirekten Einfluss auf die
Unterrichtsqualität ihrer Schule haben. Außerdem werden unter dem
Schwerpunkt schulischer Leitungstätigkeit Ergebnisse im Bereich der
Organisations- und Personalentwicklung dargestellt. Anhand von zwei
Fallbeschreibungen wird der Versuch unternommen, der Komplexität von
Schulleitungshandeln gerecht zu werden und erfolgversprechende Optionen
und Handlungsmöglichkeiten wie auch weniger erfolgreiche Strategien von
schulischem Leitungshandeln zu illustrieren. Aus den Ergebnissen der
Untersuchung wird abschließend ein allgemeines Gesamtmodell von
Schulleitungshandeln entwickelt, dass den Anschluss an weiterführende
Studien im Rahmen zukünftiger Schul(leistungs)forschung ermöglicht.