PROJEKTDATEN
Projektkennung
P84
Laufzeit
01.07.2001 - 31.12.2003
Förderer
Bundesministerium für Bildung und Forschung über das isk Duisburg
Projektleitung
Winfried Witjes
Claus Buhren
Förderpraktika im letzten Pflichtjahr an Hauptschulen und Gesamtschulen
Projektbeschreibung
Seit Beginn des Schuljahres 2001/2002 wird im Rahmen des Programms „Betrieb und Schule (BUS)“ des Ministeriums für Arbeit und Soziales, Qualifikation und Technologie (MASQT), des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit (MFJFG) und des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung (MSWF) in Nordrhein-Westfalen eine neue Form von Förderpraktika erprobt. Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler in Haupt- und Gesamtschulen, die keine Aussicht haben, am Ende ihres letzten Pflichtschuljahres einen Schulabschluss zu erwerben. Durch die Verknüpfung eines einjährigen betrieblichen Praktikums mit einem speziell auf dieses Praktikum ausgerichteten schulischen Curriculum, soll benachteiligten bzw. „schulmüden“ Jugendlichen auch ohne Hauptschulabschluss der Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung erleichtert werden. Neben der Möglichkeit zum Einstieg in die Arbeitswelt, sollen Hilfen zur beruflichen Orientierung sowie die persönliche und soziale Stabilisierung der Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt des Programms stehen.
Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Universität Dortmund führt die landesweite wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Förderpraktika durch. Hierbei werden zwei Untersuchungsstränge verfolgt:
Ein Schwerpunkt liegt auf Fallstudien, die innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren an sechs Modellstandorten durchgeführt werden. Es wurden hierbei jeweils zwei Standorte in Duisburg und Dortmund sowie je ein Standort in Eschweiler und Hörstel ausgewählt, um sowohl städtische als auch ländliche Regionen in der Untersuchung zu berücksichtigen. Ein zweiter Akzent liegt auf der Gesamterhebung zweier Kohorten in den Schuljahren 2001/2002 und 2002/2003 zu Fragen der Selbsteinschätzung und Selbstwirksamkeit. Für eine standardisierte Befragung zu Themen wie „Begabungsselbstbilder“, „Erfolg und Misserfolg“, „Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen“ sowie „Einschätzung der eigenen Fähig- und Fertigkeiten“ ist ein Instrument entwickelt worden, welches quantitativ abgesicherte Ergebnisse liefert. Pro Schuljahr sind zwei Erhebungszeitpunkte geplant, um Veränderungen der Selbsteinschätzung und Selbstwirksamkeit festzustellen.