PROJEKTDATEN
Projektkennung
GSUE
Laufzeit
01.03.2004 - 28.02.2006
Förderer
Deutsche Forschungsgemeinschaft
Projektleitung
Prof. Dr. Heinz Günter Holtappels
Dr. Stefanie van Ophuysen
Webseite des Projekts
DFG-Projekt: Von der Grundschule zur weiterführenden Schule: Individuelle Entwicklungen von Schülerinnen und Schülern und deren kontextuelle Bedingungen
Projektbeschreibung
Der Übergang von der Grund- zur weiterführenden Schule bedingt individuelle Anpassungsprozesse als Reaktion auf veränderte schulische Bedingungen. Veränderungen von Emotion, Motivation und Lernleistung sind bei vielen Schülerinnen und Schülern in diesem Zusammenhang zu beobachten. Die Identifikation typischer Veränderungsmuster ist ein erstes Ziel des Vorhabens. Es schließt sich die Frage an, inwieweit diese Entwicklungen der Schüler und Schülerinnen in Beziehung zu person- und kontextspezifischen Bedingungen stehen. Als personspezifische Variable betrachten wir insbesondere die Erwartungen an die weiterführende Schule, sowie die tatsächlichen Erfahrungen im neuen schulischen Umfeld. Die Kontextvariablen beziehen sich einerseits auf den familiären Hintergrund (z.B. elterliches Engagement in der Schule, fachliche und soziale Unterstützung) und andererseits auf schulische Bedingungen (z.B. Anforderungsniveau, Unterrichtsgestaltung, Klassenklima).
Eine Besonderheit des deutschen Schulsystems stellt die frühe, (vornehmlich) leistungsbasierte Aufteilung der Schülerinnen und Schüler auf die verschiedenen Schulformen der Sekundarstufe I dar. Damit verbunden sind Leistungseinschätzungen und –erwartungen sowie Übergangsempfehlungen durch Lehrkräfte bzw. –entscheidungen durch Eltern, die mitunter nicht miteinander kompatibel sind. Wir untersuchen, wie sich das Erleben dieser Selektion auf die individuellen Entwicklungen in der weiterführenden Schule auswirkt.
Dazu führen wir eine Längsschnitt-Untersuchung mit drei Messzeitpunkten (Ende 4.2, Anfang 5.1 und Ende 5.2) durch, die die Darstellung individueller Entwicklungen über den Schulwechsel hinweg erlaubt. Neben den Schülerinnen und Schülern werden auch Eltern sowie Lehrkräfte der Grund- und weiterführenden Schulen befragt, um Informationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu erhalten. Die insgesamt daraus resultierenden Daten liefern eine theoretisch und empirisch gestützte Grundlage zur Beurteilung des Grundschulübergangs und zur Entwicklung von Maßnahmen zur pädagogischen Gestaltung des Schulübergangs.