PROJEKTDATEN

Projektkennung

JUNGEN2006

Laufzeit

01.06.2005 - 01.08.2006

Förderer

Haushaltsmittel

Projektleitung

Dr. Peter Zimmermann

Schriftliche Befragung von 1600 Jungen im Alter von 14-16 Jahren zur Selbstwahrnehmnung, Beziehungsgestaltung, Freizeit und Schule.

Projektbeschreibung

Dieses Forschungsvorhaben schließt an die Studie „Jungen in der Schule“ aus den Jahren 1995/96 an. Es wurden 1760 Jungen im Alter von 14-16 Jahren an 28 Dortmunder Schulen (Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien) schriftlich zu den spezifizierten abhängigen Variablen Freizeitverhalten, Vorbilder, Beziehungsgestaltung, Selbstwahrnehmung und Schulsituation befragt. Die Ergebnisse weisen dabei auf ein zentrales Problem im Alltag von Jungen hin: Qua Geschlecht befinden sie sich in einer widersprüchlichen Situation. Als 'zukünftige Leistungsträger' der Gesellschaft müssen sie beständig Probleme und Schwächen überspielen und orientieren sich daher stärker an traditionellen Geschlechterbildern.
Die als Replikationsstudie angelegte Untersuchung 'JUNGEN 2006' greift die Fragen der 1995er-Untersuchung mit einigen Ergänzungen und Anpassungen auf, vor allem wird der Migrationshintergrund analysiert. Die Befragung aus 2005/2006 hat im Vergleich keine signifikanten Veränderungen ergeben. Insgesamt wurden 1630 Jungen im Alter von 14-16 an 32 Dortmunder Schulen (Haupt-, Real-, Gesamtschulen und Gymnasien) befragt. Zentrales Ergebnis: Auch 10 Jahre später sehen sich Jungen als Gewinner – und das, obwohl sehr viel stärker als zur Zeit der ersten Befragung im gesellschaftlichen Diskurs Jungen als 'Sorgenkinder' herausgestellt werden. Jungen 2006 – Die Schönfärber: Sie sind smart, cool, souverän und wissen, was sie wollen. Kurz: Sie sehen sich als Gewinnertypen.


Die Studie erscheint im Frühjahr 2008 im VS-Verlag:
Koch-Priewe, Barbara/Niederbacher, Arne/Textor, Annette/Zimmermann, Peter:
Jungen -Sorgenkinder oder Sieger? Ergebnisse einer quantitativen Studie und ihre pädagogischen Implikationen.