PROJEKTDATEN
Projektkennung
KESS7
Laufzeit
01.07.2005 - 31.12.2006
Förderer
Hamburger Behörde für Bildung und Sport
Projektleitung
Dr. Martin Bonsen
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Wilfried Bos
KESS – Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, Jahrgangsstufe 7
Projektbeschreibung
Untersuchung von Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern in Hamburg
Bei der Untersuchung "Kompetenzen und Einstellungen von Schülerinnen und Schülern" (KESS) handelt es sich um eine Längsschnittuntersuchung, in der zentrale Aspekte der Lernstände in den Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und Englisch sowie die Einstellungen von Schülerinnen und Schülern zum schulischen Lernen erfasst werden.
Die Durchführung mehrerer Erhebungszyklen ermöglicht Aussagen über Veränderungen im schulischen Lernen und die Entwicklung zentraler Hintergrundmerkmale über mehreren Klassenstufen hinweg. Nachdem im Projekt KESS 4 die Lernstände der Schülerinnen und Schüler am Ende der vierten Klasse untersucht wurden, wird mit KESS 7 die erste Längsschnittkomponente realisiert.
Ziele und Fragestellungen von KESS 7
Ziel von KESS 7 ist es, empirisch fundierte Aussagen über die erreichten Lernstände am der Ende der 6. Jahrgangsstufe und somit über die Lernausgangslagen zu Beginn der 7. Jahrgangsstufe zu gewinnen. Von zentralem Interesse ist zudem der Vergleich mit den Ergebnissen der KESS 4 Untersuchung. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Ergebnisse von KESS 7 mit den Befunden anderer nationaler und internationaler Untersuchungen zu vergleichen. So ist geplant, den Leistungsstand der getesteten Hamburger Schülerinnen und Schüler im Verhältnis zu den Ergebnissen der zeitgleich stattfindenden repräsentativen Studie „ELEMENT 6“ in Berlin zu betrachten.
Neben der Beschreibung und Verortung der gemessenen Lernstände der Hamburger Schülerinnen und Schüler werden auch empirisch fundierte Aussagen über Kontext- und Bedingungsfaktoren angestrebt. Ziel ist hierbei, Erklärungs- und Interpretationshilfen für die erreichten Leistungsstände ableiten zu können.
Methodisches Vorgehen:
KESS 7 knüpft, wie zuvor KESS 4, vor allem durch die Auswahl der eingesetzten Test-Aufgaben an die "Hamburger Untersuchungen zur Lernausgangslage" (LAU), die „Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung“ (IGLU) sowie andere einschlägige Leistungsstudien an. Die Tests wurden so konzipiert, dass Vergleiche mit KESS 4 und ELEMENT 6 in Berlin vorgenommen werden können.
Eine besondere methodische Herausforderung stellt hierbei die Modellierung des Längsschnitts von KESS 4 auf KESS 7 dar. Um für die Schülerinnen und Schüler am Ende der sechsten Klasse angemessen Tests zu konzipieren und trotzdem Vergleichsaussagen zum Kompetenzstand der in KESS 4 getesteten Schülerinnen und Schüler treffen zu können, wurden die Tests für beide Klassenstufen über gemeinsame Aufgaben „verankert“. Zur Erhebung der Kontext- und Bedingungsfaktoren des schulischen Lernens wurden zusätzlich zu den Leistungstests umfangreiche Schulleitungs-, Lehrer-, Eltern- und Schülerfragebögen eingesetzt.
Akteure in KESS 7:
Auftraggeber der Untersuchung KESS 7 ist die Hamburger Behörde für Bildung und Sport (BBS). Die Organisation und Durchführung der Untersuchung erfolgt durch das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg (LI). Die Erfassung und Aufbereitung der Daten erfolgt durch das IEA Data Processing Center (DPC) in Hamburg. Die wissenschaftliche Leitung von KESS 7 liegt bei Wilfried Bos, Professor für empirische Bildungsforschung und Qualitätssicherung am Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Universität Dortmund.
Links:
Ansprechpartner Hamburger Behörde für Bildung und Sport (BBS) und am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg (LI):
- Dr. Jan Poerschke, Referat für Schulforschung (BBS)
- Dr. Peter May, Abteilung für Qualitätsentwicklung und Standardsicherung (LI)