PROJEKTDATEN
Projektkennung
RBBsNRW
Projektleitung
Veronika Manitius (Dipl.-Päd.)
Wissenschaftliche Leitung
Prof. Dr. Wilfried Bos, Dr. Nils Berkemeyer
Regionale Bildungsbüros in NRW
Projektbeschreibung
In NRW haben inzwischen 45 der 53 Gemeinden auf kommunaler Ebene ein Regionales Bildungsbüro (Bezeichnung variiert) beim Schulträger angesiedelt. Grundlage ist dabei ein abgeschlossener Kooperationsvertrag zwischen Kommune und Land im Kontext der „Weiterentwicklung/Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion“, in dessen Rahmen Bildungsbüros für die konkrete Arbeit an den jeweiligen Entwicklungsschwerpunkten im Bildungsbereich der Kommune zuständig sind und hier Unterstützungsleistungen für die Schulen erbringen sollen. Während Funktion und Aufgabenbeschreibung für alle Kommunen der Bildungsnetze NRW in den Kooperationsverträgen weitgehend identisch sind, bleibt bislang offen, inwiefern der organisatorische Aufbau und die operative Arbeit der Bildungsbüros vor Ort Ähnlichkeiten aufweist oder differiert (beispielsweise im Stadt-Kreis-Vergleich). Auch die tatsächlichen Initiativen und Arbeitsprozesse sind bislang wenig bekannt und für eine breitere Öffentlichkeit dokumentiert.
Das Forschungsprojekt „Regionale Bildungsbüros NRW“ (RBBsNRW) des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und des IFS‘ untersucht diesen Akteur im Zeitraum Oktober 2010 bis Oktober 2011. Die unterschiedlichen Aufgaben und Merkmale der Bildungsbüros sowie ihre differenten Anbindungen an die festen Verwaltungsstrukturen der Kommunen sollen erfasst werden. Ziel ist die Gewinnung eines Verständnisses des als Unterstützungssystem implementierten Akteurs Regionales Bildungsbüro und eine „Klassifikation“ der Bildungsbüros durch die Benennung ihrer Aufgaben, Funktionen, inhaltlichen Schwerpunktsetzungen, des Rollenverständnisses sowie der organisatorischen Ausgestaltung.
Neben einer standardisierten Befragung aller Bildungsbüros und umfassenden Dokumentenanalysen (Homepages, Portfolios, Ratsbeschlüsse), werden im Kontext einer Interviewstudie zudem ausgewählte Bildungsbüros vertiefend betrachtet.