Einleitung

Die umfangreichen Drittmittelprojekte des IFS, darunter die Mitwirkung an so prominenten Forschungsvorhaben wie PIRLS/IGLU und TIMSS, aber auch kleinräumiger angelegte Projekte wie KESS (Hamburg), sind bestimmt durch die wissenschaftliche Erfassung komplexer Sachverhalte und durch den Rückgriff auf entsprechend anspruchsvolle methodische Zugänge. Die Fördervolumina der meisten Projekte ermöglichen Untersuchungen im Large-Scale-Format und erlauben somit differenzierte Analysen. Die Erfassung unterschiedlicher Schülerkompetenzen und ihr Zusammenhang zur sozialen Herkunft einerseits und zu den jeweiligen schulischen Lernumgebungen ist damit gewährleistet. Dahinter steht die Zielsetzung des IFS, einerseits fundierte Analysen zur Schulentwicklung zur Verfügung zu stellen, andererseits aber auch in Erfahrung zu bringen, inwieweit Veränderungen von Schule und Unterricht zur Verbesserung von Schülerkompetenzen und zum Abbau herkunftsbedingter Ungleichheit im Bildungssystem beitragen können. Beispiele für solche Evaluationsprojekte sind die „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ (StEG), das Projekt „Schulen im Team“ und die Untersuchung des Modellvorhabens „Selbstständige Schule“ in Nordrhein-Westfalen. Aktuell bestehen im IFS vier Forschungsbereiche: Internationale und nationale Schulleistungsforschung, Bildungsorganisation und Bildungsqualität, Schulstruktur und quantitative Entwicklungen, Lernkultur, Medien und Informationstechnologien. Innerhalb der Technischen Universität Dortmund arbeitet das IFS in interdisziplinären Kontexten mit, in einem fächerübergreifenden Forschungsprogramm zur Kompetenzentwicklung in Lernprozessen und Bildungsverläufen sowie in der Kooperation von Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken bei gemeinsamen Forschungen zu Lernentwicklungen und Fachleistungen.