PROJEKTDATEN

Projektkennung

P116

Laufzeit

01.04.2007 - 31.03.2010

Förderer

Unfallkasse NRW und Technische Universität Dortmund

Projektleitung

Dr. Bea Harazd

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. (em.) Hans-Günter Rolff

Wirkung neuer Leitungskonzepte auf die Qualität von Schule

Projektbeschreibung

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Das Forschungsprojekt „Wirkung neuer Leitungskonzepte auf die Qualität von Schulen" ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Schulentwicklungs­forschung (IFS) und der Dortmunder Akademie für Pädagogische Führungs­kräfte (DAPF). Das dreijährige Projekt startete im März 2007 und wird von der Unfallkasse NRW sowie der Technischen Universität Dortmund finanziert.

Das Forschungsprojekt widmet sich drei zentralen Untersuchungsbereichen, die sich in einer zentralen Arbeitsfrage bündeln lassen: „Welche Leitungskonzepte existieren an Schulen und wie hängen diese mit der Schulqualität und der Gesundheit von Lehrkräften zusammen?" Ziel des Projektes ist somit die Klärung von Zusammenhängen zwischen Leitungshandeln, Schulqualität und Lehrergesundheit. Zur Erforschung dieser Untersuchungsbereiche wurde sowohl ein qualitativer als auch ein quantitativer methodischer Zugang gewählt. Die quantitativen Daten wurden mittels Online-Fragebogen von Lehrkräften und Schulleitern gewonnen. Um der Komplexität der Untersuchungsfrage und der Deutungsmuster sowie der Handlungslogik der Schulleiter bezüglich Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung und der Leitungskonzeption gerechter zu werden, wurden Leitfadeninterviews im Vorfeld der quantitativen Befragung durch­geführt. Hierzu wurde u.a. auf die Methodik des Situativen Interviews zurückgegriffen (Latham & Saari, 1980), mit der Bewältigungs- und Verarbeitungsstrategien identifiziert sowie zukunftsbezogen Verhaltensvorsätze und -möglichkeiten von Schulleitern erfasst werden.

Für die Online-Befragungen wurde einerseits auf bereits vorhandene und bewährte Instrumente zurückgegriffen, teilweise wurden neue entwickelt. Für den Bereich Lehrergesundheit wurde beispielsweise das Maslach Burnout Inventory (MBI) in der deutschen Fassung von Barth (1985), der psychosomatische Beschwerde-Index nach Brähler und Schweer (1983), WHO-5 von Bech et al. (2003) und die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartung von Schwarzer und Jerusalem (1999) eingesetzt. Im Bereich Leitungshandeln fanden das Multifactor Leadership Questionnaire (MLQ) in der deutschen Übersetzung von Felfe (2006), das Influence Behavior Questionnaire (IBQ) in der deutschen Fassung von Blickle (2004) und die selbst entwickelte Skala zum direktiven Salutogenen Leitungshandeln Anwendung. Für den Schulqualitätsbereich wurden u.a. das Commitment mit dem Organisational Commitment Questionnaire in der deutschen Übersetzung von Maier und Woschee (2000), das Arbeitsklima nach von Rosenstil (1985) und die Kooperation mit den Kooperationsskalen von Gräsel et al. (2006) erhoben. In Eigenentwicklung entstanden u.a. Skalen zum Innovationsverhalten, der Fortbildungsförderung, Feedback, Partizipation und Unterrichtsqualität.

Die Analysen schulischer Daten betreffen meist Fragestellungen, die eine hierarchische Datenstruktur berücksichtigen müssen. Dies erfordert eine große Anzahl an teilnehmenden Schulen. Um zudem ein möglichst umfassendes Bild der Schule gewinnen zu können, bietet sich der Versuch einer Totalerhebung des Lehrerkollegiums einer Schule an. Daher wurden im März und April 2008 Schulleiter von 125 Schulen und die gesamte Lehrerschaft dieser Schulen mit einem Online-Fragebogen zum Schul­leitungsverhalten, Schulqualitäts­indikatoren und Aspekten der Gesundheit befragt.